Emozioni Brutale Part II Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, wenden Sie sich bitte an unseren Webmaster. © Copyright 2012 INFO@MRBRUTALE.DE.Alle Rechte vorbehalten.   Kaffee ausgetrunken, Schlüssel ins Schloss….oh was ist das denn….ein Choke….naja was soll’s ist ja nur ne Probefahrt. Motor angelassen, klingt gar nicht mal so übel. Jacke zu, Helm auf, Handschuhe an, aufsitzen. Interessanterweise hatte ich das Gefühl als ob das Motorrad im Hosenbein meiner Lederkombi steckte. So fühlte sich das jedenfalls an. Meine Waden spürten das feine surrende Metall aus dem inneren des Vierzylinders, die Fußrasten übertrugen diese Töne in leichte Schwingungen die von der Stiefelsohle in den Körper geleitet wurden. Es war nicht störend, aber es war anders, ganz anders als bei meinen Ducatis. Ich hatte irgendwie das Gefühl als hätte Tamburini schon bei der Konstruktion genau meinen Körper als Maßstab genommen, die Sitzposition war perfekt von den Haarwurzeln über den Steiß bis zum Ende meiner kurzen Beine. Es war die wundervolle Unmittelbarkeit, die diese MV Agusta Brutale von Anbeginn auszeichnete.   1. Gang eingelegt und langsam die Kupplung kommen lassen und aus….neuer Versuch, Kupplung langsam kommen lassen und von der Hofeinfahrt ruckelnd auf die kleine Straße drauf, nun aber Gashahn auf…..ups….das Vorderrad wird auf einmal ganz leicht und verliert deutlich spürbar den Bodenkontakt. Schnell schalten, das Bike ist ja noch ganz neu, ups…und wieder wird die Front ganz leicht. Erstaunlich!! Dann, rechts ab auf die Bundesstraße, wieder Verwunderung, ich hatte das Gefühl als das die Maschine und ich eins sind, wir sind zu einer Einheit verschmolzen…..auf den ersten zwei Kilometern. Endlich kamen die ersten Kurven, auch hier wieder dieses Mensch-Maschine-Erlebnis, das ist es…..nun aber mal am Gashahn gedreht, die Kraft scheint unendlich, selbst im 6. Gang geht das Moped aus dem Drehzahlkeller von knapp unter 3000 U/min ruckel frei und brachial nach vorne. Rechts, links und wieder rechts einfach eine Freude, normal geht es jetzt rechts ab zurück zu Django, aber da muss es doch noch einen längeren Weg geben. Ich konnte gar nicht genug bekommen vom Gas geben, Bremsen, rechts, links, runter schalten, hoch schalten…..! Was ein Bike, Wahnsinn was ein Bike dachte ich mir immer wieder. Als ich auf den Hof zurück kam, schien jeder zu sehen dass ich mich mehr als amüsiert habe, da war ein Grinsen in meinem Gesicht das unweigerlich meinen Spaß den ich hatte zum Ausdruck brachte. Was sollte ich als eingefleischter Ducati-Fan nun sagen, gespannt schauten Django und Hansi (Werkstattmeister) auf mich als ich den Helm unten hatte…….“das Bike geht gut, nur in den Spiegeln sieht man nichts“, waren meine ersten Worte. Ich durfte meiner Begeisterung keinen freien Lauf lassen, brächte mich das doch in eine wirkliche Zwickmühle. Aber es war passiert, neben dem SF1098-Virus schien nun auch der RR1078-Virus auf Angriffskurs zu gehen. Wir tranken noch ne Tasse Kaffee und philosophierten ein wenig über die MV’s dieser Welt und wann denn nun eine SF zur Verfügung steht. Nun aber ab nach Hause, hatte ich doch den gesamten Vormittag in Markt Berolzheim verbracht. Helm auf, Handschuhe an, Startknopf, aufsitzen….ja das kannte ich schon länger dieses Gefühl auf meiner 848RR, aber heute war es irgendwie ganz anders, der ständige Vergleich mit der Brutale, wenn auch das dem Vergleich von Apfel und Birne nahe kommt. Nichts war mehr so wie es zuvor wohl mal gewesen ist. Die Zeit verging wie im Flug und die Arbeit hielt mich von weiteren Recherchen bezüglich der Brutale ab. Bis ca. 14 Tage später Django anrief und sagte das die SF „S“ zur Probefahrt bereit steht. OK, perfekt, Termin ausgemacht und die Vorfreude eine ganze Woche genossen, nun war es bald soweit, endlich die SF fahren. Bei der Ankunft standen die Brutale und die SF direkt nebeneinander, klar dachte ich, da macht die Duc doch einfach die bessere Figur, zumindest von vorne, der tropfenförmige Scheinwerfer an der MV war nun wirklich nicht mein Geschmack, anders dagegen die Front der SF.